Extratour Tauch- und Kulturreisen GmbH

Telefon: +49-551-42664

Tauchen Tauchreisen Fiji
Tauchen Tauchreisen Fiji
Tauchen Tauchreisen Fiji
Taveu Panorama Tauchen Tauchreisen Fiji
Tauchen Tauchreisen Fiji
Tauchen Tauchreisen Fiji
Kadavu Palmbeach Tauchen Tauchreisen Fiji
» Reiseberichte » Fiji

"Clahr in Gefahr" - unter Haien auf Fiji

Autor: Kirsten Clahr - Mai 2004

Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr Fidschi
05.05.
Abflug Frankfurt mit Korean Air vom Terminal 2. Der Flug startet pünktlich um 19.45h und schon nach kurzer Zeit wird das Abendessen serviert. 2 Essen stehen zur Auswahl: entweder traditionell koreanisch oder europäisch.

06.05.
Ankunft gegen Mittag nach 10 Stunden Flug in Seoul, der Hauptstadt der Republik Korea. Das Klima ist ähnlich wie in Deutschland. Am Flughafen stehen die Transferbusse der Korean Air zu den Stopover Hotels bereit. Es gibt zwei Linien, abhängig von dem Hotel, in dem man wohnt. Alles ist bestens beschrieben und schon bald sitze ich im Bus in die Stadt. Der Flughafen Icheon liegt auf einer Insel ziemlich außerhalb. Aufgrund des Verkehrs dauert der Transfer in die Stadt zwischen 1,5 bis 2 Stunden.

Ich schlafe erst mal eine Runde. In Seoul bin ich im Sofitel Ambassador untergebracht. Das Hotel entspricht 3-4 Sterne Standard. Das Hotel bietet einen kostenlosen Shuttlebusservice in die verschiedenen Stadtteile an, doch ich entscheide mich für die
U-Bahn. Die nächste Station ist nur 5 Minuten vom Hotel entfernt. Die Koreaner sind sehr hilfsbereit und fragen gleich, wohin ich möchte, als ich mich suchend in der U-Bahn umschaue. Am Abend wage ich in einem koreanischen Restaurant die koreanische Küche: ich liebe scharfes Essen, doch dieser Tintenfisch treibt mir die Tränen in die Augen......

07.05.
Vormittags schaue ich mich noch ein wenig in der Stadt um. Am Nachmittag fährt der Bus mich wieder zum Flughafen (der Shuttelbus der Korean Air verkehrt ca. alle 15 - 20 Minuten). Am Abend geht es dann weiter bis nach Fiji. Der Flug dauert nochmals 10 Stunden.
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr
08.05.
Am Morgen lande ich in Nadi (sprich Nan-di), dem internationalen Flughafen von Fiji. Gleich empfangen mich die ersten schnulzigen Südseeklänge: die Flughafenband begrüßt alle ankommenden Flüge: willkommen in der Südsee!

Allerdings dauert es noch 5 Stunden bis zum Weiterflug auf die nächste Insel. Ich gebe zunächst das Gepäck in die Aufbewahrung und versuche, mich mit dem Cappuccino aus dem Flughafencafé wach zu halten. Die Sonne tut gut, und irgendwann sind auch die 5 Stunden vorbei und Air Fiji fliegt mich nach Taveuni, auf die Garteninsel.
Die Mitarbeiter des Maravu Plantation Resort erwarten mich bereits an der kleinen Landebahn und dann endlich nach 3 Minuten Fahrt bin ich wirklich angekommen im Paradies. Die Mitglieder des Resort stehen schon bereit, um ein kleines Willkommenslied zu singen, dann eine erfrischende Kokosnuss und ich kann meine Bure beziehen.

Die Bungalows (Bure) verteilen sich in einem riesigen üppigen Garten, es gibt einen herrlichen Swimmingpool mit kleinem Wasserfall und der Strand ist auch nur durch eine kleine Straße vom Resort getrennt. Der Blick über die Anlage aufs Meer lässt alle Anreisestrapazen vergessen. Ich schaue noch am Strand bei den Swiss Fiji Divers vorbei, um das Tauchprogramm des nächsten Tages zu besprechen und dann begebe ich mich in meine Hängematte und genieße die Ruhe und den Sonnenuntergang.

Am Abend wird im Restaurant ein hervorragendes 3-Gänge Menu serviert. Ganz speziell in Maravu ist die hauseigene Band: jeden Abend sitzen die 4 - 5 Musiker zusammen, trinken Kava und erfreuen die Gäste mit sehnsuchtsvollen Liedern. Es ist einfach nur schön!
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr
09.05.
Bula Fiji! Jeder, dem ich begegne, ruft mir zunächst die Begrüßung zu: Bulaaaaa! Nach einem ausgiebigen Frühstück bringe ich die Ausrüstung zur Tauchbasis und begebe mich dann zum Strand. Am Mittag fahre ich zum Tauchen hinaus. Die Swiss Fiji Divers haben 2 Boote, ein sehr großes für max. 12 Taucher, das zur Zeit aber verchartert ist und ein kleineres für max. 8 Taucher.

Wir fahren mit dem kleineren Boot los, die Ausrüstung ist bereits installiert, ich muss mich um nichts mehr kümmern. Getaucht wird auf Taveuni am bekannten Rainbow Reef, das durch die Somosomo Strait getrennt vor der Insel Vanua Levu liegt. Mit dem schnellen Boot sind wir nach 20 Minuten dort. Sam, der Guide, checkt die Strömung und dann geht es los.

2 weitere Guides sind an Bord , so kommt auf 2 Taucher je 1 Guide: Deluxe Service. Der erste und auch der zweite Tauchgang sind sehr entspannt, es gibt nur eine leichte Strömung und ich bekomme einen ersten Eindruck von den herrlichen Weichkorallen, für die Fiji berühmt ist. Aber auch einen Weißspitzenriffhai, 2 Napoleons und jede Menge Kleinfisch gibt es zu sehen. An einer Stelle lasse ich mir von einigen Putzergarnelen die Nägel maniküren.

Zwischen den Tauchgängen wird die "Beach Bar" an einem wunderschönen Strand eröffnet: die Crew serviert Wasser, Tee, Kaffee, Früchte und Kekse.
Dies war ja schon mal ein guter Einstieg! Am Abend nach dem Dinner setze ich mich zur Band und teile eine Schale Kava mit ihnen. Dieses leichte Rauschmittel macht mich einfach nur müde: Zeit ins Bett zu gehen.
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr Fidschi
10.05., 11.05. und 12.05.
Die Tage sind ähnlich: entspannen, essen, tauchen, Cocktails trinken und sich einfach nur verwöhnen lassen. Das ist auf der Maravu Plantation garantiert. Die Mitarbeiter sind unglaublich hilfsbereit und freundlich, nahezu jeder Wunsch wird einem von den Augen abgelesen. Jeden Nachmittag geht es zum Tauchen ans Rainbow Reef. Mein absoluter Favorit ist die White Wall: ein fantastischer Drop Off voller weißer Weichkorallen: es wirkt richtig mystisch. Der Tauchplatz bietet aber noch mehr: Höhlen und Tunnel, einen pinkfarbenen Schaukelfisch, zutrauliche Wimpelfische, die sich in eine super Foto Position bringen und viele kleine Riffbwohner zwischen Gorgonien und grünen Korallen.
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr
13.05.
Heute habe ich mich entschlossen, an einem der zahlreichen Ausflüge teilzunehmen, die das Resort anbietet. Ich habe mich für die Wasserfälle im Bouma Nationalpark entschieden. Taveuni ist eine unglaublich grüne Insel und besitzt noch große Regenwald Flächen. Der erste Wasserfall ist nach nur 10 Minuten Fußweg erreicht und stürzt sich ca. 20 Meter in die Tiefe. Ich nehme ein erfrischendes Bad im natürlichen Pool. Doch ich will auch noch den 2. Wasserfall sehen.

Der Aufstieg auf den Hügel ist ganz schön anstrengend, aber nach 40 Minuten hochklettern und überqueren von plätschernden Bächen ist es geschafft.
Am Nachmittag gibt es im Resort eine Hochzeit! Dies ist eine weitere Besonderheit: auf Maravu werden traumhafte Hochzeiten organisiert: Fijianisch oder europäisch, auf dem Hügel, am Strand oder am Wasserfall: es gibt wohl kaum einen schöneren Ort für die Zeremonie.

Der Abend steht im Zeichen von Meke und Lovo: Meke ist ein traditioneller Tanz, den an diesem Abend einige Dorfbewohner vorführen. Lovo ist die Bezeichnung für den Erdofen, im dem 2 Stunden lang das Abendessen gart. Es schmeckt toll! Welch ein schöner Abschluss für meinen letzen Abend auf der Maravu Plantation.

14.05.
Die Band stimmt ihr trauriges Abschiedslied an, ich werde mit Blumenketten geschmückt und steige ins Flugzeug, das mich in die Hauptstadt Suva fliegt. Hier nehme ich ein Taxi (F$ 25,-) bis zum Tradewinds Hotel, dem Ankerplatz für die Fiji Aggressor II, die mich ab morgen für eine Woche beherbegen soll und mich zu den besten Tauchspots Fijis bringen soll.
Das Tradewinds hat schon bessere Zeiten gesehen, doch ist es für einen Nacht-Stop vor der Einschiffung geradezu ideal. Die Zimmer sind in Ordnung mit kleiner Terrasse oder Balkon. Hier kann man am Pool relaxen und die schöne Aussicht auf die Bucht genießen. Die Fiji Aggressor liegt genau vor dem Hotel und ich kann das Schiff von außen schon mal begutachten.
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr Fidschi
15.05.
Um 11.00h ist die Aggressor zur Einschiffung bereit. Mosese, der Dive Guide, gibt mir Bescheid und ich begebe mich an Bord. Der eigentliche Name der 30m langen Luxusyacht ist Sere Ni Wai, das bedeutet: Song of the Sea. Der Name gefällt mir. Die Yacht bietet max. 10 Tauchern in 5 geräumigen Kabinen Platz. Die übrigen Gäste werden direkt vom Flughafen zum Schiff gebracht und gegen 12.00h erwartet. Ich beziehe meine Kabine, packe das Tauchequipment aus und erledige schon mal mit Scott, dem Dive Instructor, den Papierkram für´s Tauchen.
Dann kommen die restlichen Gäste, wir sind insgesamt 8 Personen
(4 aus Deutschland und 4 aus Amerika). Es gibt massig Platz an Bord. Die Crew besteht aus 5 Personen: Captain Ned Hill, Dive Instructor Scott, Dive Guide Mosese, Ingenieur Sam und der Koch Luke L.

Die Aggressor verlässt den Pier, denn wir haben noch eine ca. 8 stündige Fahrt bis zur 1. Ankerstelle vor uns, der Insel Makogai. Scott verteilt vorsorglich Anti-Seekrankheitspillen (just in case). Doch die Überfahrt ist einigermaßen ruhig. Das Essen schmeckt super: mittags gibt's einige Sandwiches, am Abend serviert Luke ein 3-Gänge Menu. Auf der Aggressor sind alle Softdrinks sowie Wasser, Tee, Bier und Wein inklusive.

Doch wer schon nachmittags zur Bierdose greift, hat für den Tag ausgetaucht. Auf der 8 stündigen Fahrt haben wir schon einmal Zeit, uns alle ein wenig kennenzulernen und löchern Scott und Mosese mit Fragen zum Tauchen auf Fiji. Was wir zu hören bekommen, klingt vielversprechend und alle fiebern den ersten Tauchgängen am nächsten Morgen entgegen.

16.05.
Ab 06.30h gibt's ein sogenanntes "kleines Frühstück", dann das briefing und der erste Tauchgang um 07.30h am Makogai Reef. Hier gibt es zahlreiche Tauchplätze. Zum Eingewöhnen gibt es zunächst einen easy dive an einem Korallenbommie (max. Tiefe ca. 20m). Das macht schon mal viel Spaß: wir entdecken einen gut getarnten Drachenkopf, sind von den unglaublichen Farben der Weichkorallen beeindruckt, suchen nach kleinen Shrimps und Krebsen in Federsternen, beobachten einige Makrelen und finden tolle Nacktschnecken.

Dann gibt's das eigentliche Frühstück und schon folgt der nächste Tauchgang am nächsten Spot. Die Unterwasserwelt ist ähnlich. Ich entdecke mehrere Langnasenbüschelbarsche, die es sich in einer wunderschönen pinkfarbenen Gorgonie gemütlich gemacht haben sowie jede Menge vorwitziger Annemonenfische.

Nach dem Mittagessen folgt der 3. Tauchgang. Bei Tee und Kuchen entschließe ich mich den Nachmittags- und Nachttauchgang ausfallen zu lassen, um meine Ohren ein wenig zu schonen.
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr
17.05.
Weiter geht's im Tauchprogramm. Es sind mehrere Tauchgänge am Namena Reef geplant, immer an verschiedenen Plätzen. Besonders gefällt mir der Platz "Black Forest", der entsprechend seinem Namen jede Menge schwarze Korallen berherbergt, die wiederum Langnasenbüschelbarschen Schutz bieten.
Auf 28m stehen riesige Gorgonien in verschiedenen Farben und am Bommie lugt eine Geistermuräne aus ihrem Loch. Ein grauer Riffhai begutachtet uns am Tauchplatz "North Save A Tack". Der Platz ist super: zunächst am drop off nach Großfisch schauen, dann durch einen wunderschön bewachsenen Bogen zu mehreren Bommies. In einem befindet sich ein großes Loch, das "Window of Dreams", ein beliebtes Fotomotiv, zumal an den Wänden Peitschenkorallen und Weichkorallen für die nötige Farbenpracht sorgen.

Oben auf dem Riff strömt es ziemlich und wir hängen am Seil, um unseren Sicherheitsstop zu machen. Einige lilafarbenen Quallen umkreisen uns.
18.05.
Nachts um 02.30h ist die Aggressor gestartet, um die weit draußen liegenden Riffe Hi-8 und E-6 zu erreichen. Bei Sonnenaufgang sind wir da. Die Riffe fallen mehr als 1000m tief ab, hier erwartet uns herrlichstes Steilwandtauchen. Da das Schiff nirgendwo ankern kann, bleibt es permanent in Bewegung.

Zum Tauchen fährt uns der Kapitän ziemlich nah ans Riff und auf Komando springen alle gleichzeitig von Bord und schwimmen auf die Riffwand zu. Beim Auftauchen entfernen wir uns von der Wand und die Aggessor fährt rückwärts an uns heran, um uns wieder aufzulesen. Alle sind begeistert: wir haben einen schönen Barracudaschwarm an Hi-8 gesehen, sowie einen Weißspitzenriffhai. Beim Tauchplatz E-6 wiederholt sich die Tauchprozedur.

Am Ende des Tauchgangs schwimmen wir durch tolle Spalten und Höhlen, in die das Sonnenlicht fällt. Vor den Höhlen strömt es und wir müssen ein wenig härter arbeiten. Nachts müssen wir den Platz wieder verlassen, da es hier keine geschützen Ankermöglichkeiten fürs Schiff gibt. Doch da das Meer heute sehr ruhig ist, bietet es beste Bedingungen für diese außergewöhnlichen Tauchspots. Die meisten Gäste machen 4 - 5 Tauchgänge täglich. Da ich erkältet bin, muss ich leider 2 TG ausfallen lassen, was echt ärgerlich ist. Ich habe dauernd das Gefühl, etwas zu verpassen.
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr
19.05.
Der morgendliche Tauchgang vor´m Frühstück verspricht eine wahre Sensation: einen hairy ghostepipe fish. Und er ist wirklich da!!!!

Alle sind begeistert. Harlekin- und Robustgeisterpfeiffenfische habe ich schon gesehen, aber von dem haarigen hatte ich bisher nur in Papua Neugiunea gehört, dort soll er in der Milne Bay auffindbar sein. Und jetzt hier auf Fiji - das ist wirklich großartig. Als alle ihre Fotos gemacht haben, umkreisen wir weitere Bommies. Ein Weißspitzenriffhai zieht vorbei und ich entdecke kleine Garnelen und Fische auf Peitschenkorallen.
Der nächste Tauchplatz ist vor Wakaya Island (dort befindet sich eines der exklusivsten Resorts von ganz Fiji - Übernachtung zwischen EUR 1300 - 6000).

Das Riff hat zwar unter El Nino gelitten, was wir allerdings geboten bekommen, lässt kaum Wünsche offen: 2 Hammerhaie, 2 Schaukelfische, Weißspitzenriffhaie und einen kleinen Harlekingeisterpfeiffenfisch.
Hier muss natürlich noch ein Nachttauchgang eingelegt werden!

20.05.
Heute steht das Highlight auf dem Programm: Haitauchen in der Nigali Passage. Doch da die Strömung noch nicht perfekt ist, findet der early morning dive in Jim´s Alley statt. Ein wunderschöner Platz mit mehreren Bommies. Wir finden zahlreiche Rot- und Strahlenfeuerfische, Nacktschnecken und leuchtend rote Annnemonen mit Annemonenfischen. Ich habe bisher nirgendwo solch rote Annemonen gesehen.

Doch dann warten alle gespannt auf den richtigen Zeitpunkt für die Nigali Passage. Mosese und Scott präperieren bereits den Fischcocktail: leckere Thunfischköpfe!!!!! Dann geht es mit dem Zodiak raus zwischen die beiden Riffe. Wir lassen uns mit der Strömung in die Passage treiben. Schon tauchen die ersten grauen Riffhaie auf. Mosese, der die Fischbox trägt, bekommt gleich Gesellschaft von Leroy, einem riesigen Zackbarsch, der immer am Eingang der Passage auf seinen Freund wartet.
Auf 20m nehmen wir unsere Plätze unter einem Überhang ein und Mosese befestigt die Fischköpfe direkt vor uns an einem Vorsprung.: die show kann beginnen.

Es wimmelt geradezu von Snappern und natürlich von grauen Riffhaien. Einer rammt meinen Kopf und wenig später das Blitzlicht der Kamera. Naja, kann schon mal passieren - im Fressrausch. Es ist großartig: so viele Haie ganz nah zu sehen. Man könnte sie anfassen....
Wir bleiben ca. 20 Minuten, bevor wir uns langsam weitertreiben lassen. Dort, wo die Passage in die Lagune mündet, strömt es ziemlich heftig. Wir sind alle begeistert von diesem tollen Tauchgang, den wir nach dem Mittagessen nochmals wiederholen. Diesen Tauchgang beenden wir in einem wunderschönen Korallengarten, wo es tolle Hartkorallenformationen gibt. Eine Seeschlange ist unterwegs und wir beobachten einige Shrimps in ihren Annemonen.

Heute gibt es "nur" drei Tauchgänge, da wir am Nachmittag ein Dorf auf Gau Island besuchen. Wir werden bereits erwartet und begeben uns nach einem kleinen Rundgang ins Dorfgemeinschaftshaus, wo uns der Chief empfängt. Wir überreichen unsere mitgebrachte Kavawurzel und einen kleinen Umschlag (jeder hat vorher USD 15,- gestiftet - von dem Geld werden Sanitäranlagen errichtet). Dann stellt sich jeder von uns kurz der Gemeinschaft vor. Die Dorfbewohner erfreuen uns mit herrlichen Liedern und Tänzen und natürlich werden wir auch aufgefordert, mitzutanzen (keine Pflicht!). Die Kavaschüssel macht ihre Runde und völlig relaxed begeben wir uns wieder aufs Boot. Unser Abessen wurde in der Zwischenzeit im traditionellen Erdofen, dem Lovo, gagart und Luke, unser Chef, serviert es uns auf dem Schiff. Es schmeckt köstlich!
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr Fidschi
21.05.
Heute gibt es noch 2 Morgentauchgänge, bevor wir wieder Richtung Suva aufbrechen. Um die Ausrüstung braucht man sich nicht kümmern, die Crew wäscht und trocknet alles. Am Nachmittag erreichen wir Suva. Einige möchten in der Stadt ein wenig einkaufen, so lässt uns der Kapitän mit dem Zodiak ans Dock in der Stadt bringen und fährt mit der Aggressor zurück zum Tradewinds Hotel. Wir schauen uns in der größten Stadt des Pazifiks um und erledigen ein paar Einkäufe.
Um 18.00h treffen sich alle wieder an Bord. Da das Abendessen heute an Bord nicht mehr inklusive ist, arrangiert Scott für uns einen Tisch im JJ´s, einem sehr guten Seafood Restaurant. Wer andere Pläne hat, muss natürlich nicht mitkommen.

22.05.
Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Die Transfers sind bereits für alle arrangiert. Ich warte bis 11.00h noch im Tradewinds Hotel, bevor mich ein Taxi zum Flughafen fährt. Heute soll es weitergehen auf die Insel Kadavu.
Das dachte ich zumindest - doch: am Flughafen herrscht Chaos: einige Flüge wurden gecancelt. Der Kadavu Flug soll 1-2 Stunden Verspätung haben. Dann die Nachricht, dass zunächst alle Fluggäste, die nach Kadavu gebucht sind, eine Erfrischung und etwas zu Essen erhalten. Das Flugzeug ist noch immer nicht da.

Ein Ehepaar spricht mich an: es sind Rena und Bob Forster, die Besitzer des Matana Beach Resorts auf Kadavu, wo ich wohnen und tauchen werde. So warten wir gemeinsam auf Neuigkeiten. Letztendlich erfahren wir, was wir schon vermutet hatten: der Flug ist gecancelt.

Air Fiji hat ein Hotelzimmer für uns im Penisula Hotel in Suva arrangiert und dorthin werden wir gebracht. Tja, das passiert schon mal! Wir verabreden uns zum gemeinsamen Abendessen. So erfahre ich schon einiges über Dive Kadavu.

23.05.
Nächster Versuch: das Taxi holt uns um 06.30h vom Hotel ab. Am Schalter checken wir erneut ein und um 08.00h sitzen wir tatsächlich im kleinen Flieger nach Kadavu Island, der 4. größten Insel von Fiji.

Schon eine halbe Stunde später landen wir und laufen vom Airstrip zum Strand hinüber, wo das kleine Boot schon darauf wartet, uns zum Resort zu fahren. Nur noch 10 Minuten und wir landen an dem traumhaften Strand des Matana Beach Resort.

Jetzt erst mal ein leckeres Frühstück, die Pancakes sind klasse! Mein Bungalow steht direkt am Strand - so habe ich es mir vorgestellt. Das Resort liegt gleich neben einem kleinen Dorf.

Da kann es auch mal passieren, dass der Village Chief vorbeikommt, um Hallo bzw. Bula! zu sagen und die neuen Gäste zu betrachten.
Der beste Platz im Resort ist die Beach Bar, die Bob zum Sonnenuntergang öffnet: ein herrlicher Platz für ein Glas Wein oder ein Fiji Bitter, bevor die Trommel zum Abendessen ruft.
Tauchen Tauchreisen Fiji Reiseberichte Kirsten Clahr Fidschi
24.05.
Wir haben einen Tagesausflug (3 Tauchgänge) auf die andere Inselseite zum Astrolabe Reef geplant. Mit Glück soll man hier Mantas sehen......

Zuerst bringt uns das kleine Boot zurück zum Strand von Vunisea (wo auch der Airstrip ist). Hier klettern wir in einen Pick Up und verstauen die Ausrüstung irgendwo zwischen uns. Über eine holprige Piste tuckern wir auf die andere Inselseite (5 Minuten), wo das große Boot von Dive Kadavu schon mit Flaschen ausgestattet auf uns wartet. Bis zum Manta Reef sind es jetzt nur noch wenige Minuten.

Die eleganten Schwimmer lassen sich heute allerdings nicht blicken. Dafür tauchen wir durch Tunnel, über herrliche Hartkorallen (der Zustand der Korallen ist hervorragend). Wir sehen unzählige Annemonen (auch rote) mit Annemonenfischen, begegnen 3 Schildkröten und einigen Weißspitzenhaien. Das Mittagessen erhalten wir an einem kleinen Strand, wo uns der Village Chief empfängt und 2 Frauen aus dem Dorf uns mit Köstlichkeiten versorgen. Und dann lerne ich noch Charlie kennen. Er ruft uns ein krächziges Bula aus den Baumwipfeln zu und fliegt dann direkt zu uns an den Strand. Charlie ist ein farbenfroher Kadavu Papagei, den die Dorfbewohner dressiert haben.

Am Abend: Lovo Night. Auch hier mit schnulziger Musik am Strand und dann wird das Essen aus dem Erdofen auf frisch geflochtenen Matten serviert. Wir sitzen auf dem Boden, unsere Teller sind Blätter und unsere Finger das Besteck. Lecker!

25.05.
Zwei morgendliche Tauchgänge am Namalata Reef, nur wenige Bootsminuten vom Resort entfernt. Wir sehen Seegurken mit Imerator Shrimps, einen Napoleon, Rotfeuerfische, lila Fadenschnecken, dicke Muränen und viele bunte Grundeln mit Partnergarnelen. Nachmittags relaxe ich am herrlichen Strand.

26.05. - 29.05.
Jeweils morgens unternehme ich zwei Tauchgänge. Zwischendurch gibt es eine Tee - und Kekspause an einem herrlich langen Sandstrand mit schwingenden Kokospalmen - Südsee pur!
Nachmittags ruhe ich mich am Strand aus oder wandere auf den Hügel hinter dem Resort: von hier aus hat man einen sensationellen Blick über den Strand und die gesamte Bucht. Manchmal erklingen aus dem benachbarten Dorf die Muschelhörner oder auch die Schlitztrommel - dann weiß man, dass der Chief eine Dorfversammlung einberuft.

Ein Höhepunkt der Woche ist mein Shark Dive!!!! Inmitten von grauen Riffhaien und Weißspitzenhaien darf ich auch einige Fische an die gierigen Räuber verfüttern. Das ist ziemlich spannend!!
Auch der Nachttauchgang ist toll: Gorgonenhäupter und unglaubliche Weichkorallen: die Farbenpracht ist herrlich. Außerdem sind einige Sofakissenschnecken, Lobster, Kraken und eine Schildkröte unterwegs. Jeden Tag lerne ich ein neues fijianisches Wort - eins der wichtigsten für mich: nunu = tauchen.

30.05.
Es ist ein wenig traurig, diese gastfreundlichen Menschen von Dive Kadavu verlassen zu müssen. Isaaki, der Dive Instructor, Bob und Rena winken so lange, bis das Boot außer Sichtweite ist.
Am Airstrip habe ich noch eine halbe Stunde Zeit, dann landet die kleine Maschine von Sun Air, die mich direkt nach Nadi fliegt. Mit dem Taxifahrer verabrede ich einen Preis, da ich nicht direkt ins Hotel, sondern vorher noch einige Souveniers einkaufen möchte.

Er fährt mich zu Jack´s - dem professionellen Handicraft-Dealer. Nach dem Shopping bringt er mich ins First Landing Resort. Das Hotel liegt zwischen Flughafen und Lautoka und soll mich für meine letzten zwei Nächte beherbergen.

Das First Landing ist ein hübsches kleines Resort mit einer Bar und einem ausgezeichneten Seafood Restaurant. Es gibt einen kleinen Strand und einen hübsch angelegten Pool im Garten. Das Restaurant ist wirklich romantisch: Fackeln am Strand und im Garten, Tische im Sand unter Palmen, eine Band und hervorragendes Essen.

31.05.
Das Wetter ist heute ziemlich durchwachsen. Ich entschließe mich, einfach nur abzuhängen und die Tauchausrüstung zu trocknen. Zwischendurch betrachte ich die Segelyachten in der Marina nebenan. Da wird das Fernweh nochmal so richtig wach: hier liegen Yachten aus aller Welt. Am liebsten würde ich auf einer mitsegeln.....

01.06.
Mein Taxi fährt mich zum Flufhafen (15 Minuten) und pünktlich um 13.15h startet Korean Air von Nadi nach Seoul. Am Abend nehme ich nur noch den KAL Bus zum Hotel und schlafe mich aus.

02.06.
Zurück geht es zum Flughafen und dann trennen mich nur noch 11 Stunden von Frankfurt. Moce Fiji und Vinaka. Es war eine tolle Zeit!

extratour-Newsletter

» Newsletter anmelden
» Newsletter abmelden

 

Angebot des Monats

Ägypten

Marina Lodge***+

1 Woche schon ab € 484,- all inclusive inkl. Flüge

 

extratour - Tauchreisen, Individualreisen und Kulturreisen weltweit
Nikolaistraße 30
37073 Göttingen
Telefon: +49-551-42664
Fax: +49-551-44077
e-Mail: info @ extratour-tauchreisen.de
 
 
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag:
09:00 – 18:00 Uhr
Samstag:
10:00 – 12:00 Uhr