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Yap - Die Insel des Steingeldes
Autor: Antonia Gronert - Dezember 2009
Einzigartige Strömungstauchgänge, Begegnungen mit Haien, Mantas und Barrakudaschwärmen sowie eine faszinierende Inselwelt – mit hohen Erwartungen machen wir uns auf den Weg nach Mikronesien: 3 Wochen in den Großfischrevieren von Yap und Palau liegen vor uns!
Unsere kleine Gruppe reist mit Emirates über Dubai nach Manila. Den 7 Stunden Aufenthalt vor dem Weiterflug kann man bequem in einer Flughafenlounge verbringen. Gegen einen geringen Betrag besteht dort die Möglichkeit zum Essen, Schlafen, Duschen oder auch einfach nur im Internet zu surfen. Mit Continental Airlines erreichen wir einige Stunden später Guam. Nach ein paar Stunden Schlaf in einem Hotelzimmer nutzen wir unseren Aufenthalt, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Abends beginnt die letzte Etappe der Hinreise und nach einem kurzen Flug erreichen wir endlich das 1. Ziel der Reise: Yap – die Insel des Steingelds.
Die ca. 18 km lange und 3 km breite Insel Yap gehört zu den Föderierten Staaten von Mikronesien. Das Manta Ray Bay Resort liegt an der Ostküste der Insel in Colonia, der Hauptstadt des Bundesstaates Yap. Es ist von Tauchern für Taucher gebaut und das erste, was auffällt, ist die sehr familiäre Atmosphäre im Hotel. Es gehört der Familie Acker, vor allem Bill Acker ist in aller Welt als „Manta Man“ bekannt.
Die 35 Zimmer sind groß und individuell ausgestattet. Neben einem kleinen Pool mit Wasserfall, dem Spa unter der Leitung von Patricia Acker und natürlich der erstklassigen Tauchbasis spielt sich vieles an Bord der „Mnuw“ ab, einem alten Segelschiff. An Bord befindet sich das Restaurant, wo das Frühstück serviert wird und es täglich wechselnde Mittags- und Abendgerichte gibt. Neben amerikanischem Essen gibt es viel frischen Fisch und auch einheimische Leckereien. Empfehlenswert sind neben der guten Küche des Hotels auch kleinere Restaurants im Ort, die in Gehweite zu erreichen sind und die man wirklich ausprobieren sollte. Verpassen darf man auf keinen Fall die Happy Hour im Hotel, die täglich mit einem Kanonenschuss eingeläutet wird. Dann wartet in entspannter, netter Atmosphäre an Bord des Schiffes das Bier aus der eigenen Brauerei. Das schmeckt richtig gut!
Die Tauchbasis der Yap Divers wird von Jan geleitet, der auch deutsch spricht. Sie befindet sich direkt im Erdgeschoss des Hotels. Besonders die großen Kameratische mit Mehrfachsteckern und abschließbaren Fächern fallen jedem Fotografen sofort ins Auge. Zum bekannten Goofnuw Channel mit der Chance auf Mantas oder z.B. dem Rainbow Reef für den Mandarin-Tauchgang dauern die Ausfahrten nur 10 Minuten. Andere Tauchplätze wie der berühmte Mil Channel oder der Haiplatz Vertigo erreicht man in max. 1 Stunde Fahrt. In der Regel bleibt man für 2 Tauchgänge draußen, Trinkwasser, Tee und leckeren Kuchen gibt es zwischen den Tauchgängen. Die Tauchbasis versucht auch, die Kundenwünsche umzusetzen: so werden wir täglich gefragt, was wir sehen möchten und können unsere individuellen Wünsche einbringen. Das gefällt uns!
Viele Tauchplätze bieten tolle Korallenformationen mit vielen Tischkorallen, Schildkröten, Fussilierschwärmen, Büffelkopfpapageienfischen, Muränen, Drachenköpfen, Clownfischen und immer wieder Haien. Natürlich halten wir auch immer wieder Ausschau nach Mantas, aber wir haben nicht immer Glück. Bei fast jeden Tauchgang können wir dafür Weißspitzenriffhaie, Schwarzspitzenriffhaie, graue Riffhaie und sogar Adlerrochen entdecken.
Bei anderen Tauchplätzen liegt der Schwerpunkt auf der Mantasichtung: Man liegt in ca. 15 m Tiefe an den Putzerstationen und wartet: Gleich an der ersten Putzerstation am Mil Channel können wir diese eleganten Tiere entdecken. Die Sicht ist durchwachsen, so dass man nur die Schatten erahnen kann, aber zum Schluss haben wir dann noch mal richtig Glück: ein Manta bleibt über 10 Minuten bei uns und spielt mit unseren Bubbles. Unglaublich! Bei 2 Tauchgängen begleitet uns Manta Man Bill Acker persönlich, der uns vorher schon sagt: „Wenn ich dabei bin, gibt meistens Mantas“! Und er hat Recht behalten: Gleich beim ersten Tauchgang mit ihm können wir 3 Mantas in heftiger Strömung beobachten.
Der zweite Tauchgang führt uns zu Vertigo. Hier liegt man auf einem Plateau in ca. 10 m Tiefe. Die Sicht ist besser, die Strömung hat zugenommen und die ganze Zeit kommen über 10 Weißspitzenriffhaie und Graue Riffhaie dem Plateau sehr nahe. Tolle Begegnungen sind dadurch möglich. Weiter geht es als Drifttauchgang an der Steilwand entlang. Die Strömung ist wechselnd und zieht uns auch noch ständig in die Tiefe, während wir an den Korallenwänden entlang schweben. Und – wir können es selber nicht glauben: Zum Schluss kommt tatsächlich wieder ein Manta vorbei! Bill hat wieder Recht behalten.
Die Woche geht richtig schnell vorbei. Ein Muss ist auch ein Besuch in einem der Dörfer. Hier lernen wir vieles über das Leben der Yapis, die traditionelle Lebensweise und haben die Möglichkeit, ein „Menshouse“ sowie die Tänze anzuschauen. Überall steht oder liegt das bekannte Steingeld herum, nun wird uns klar, warum Yap den Beinamen „Insel des Steingelds“ trägt. Danach geht es für uns nach Palau, wo eine weitere abwechslungsreiche Zeit auf uns wartet.
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