






Die Insel Pemba in Tanzania - Orient meets Africa
Autor: Kirsten Clahr - Dezember 2008Der Duft von Nelken liegt in der Luft, wenn man mit dem Jeep oder dem Minibus vom kleinen Flughafen auf Pemba in den Norden der Insel fährt. Die grüne Insel ist die Schwesterninsel von Sansibar, aber weitaus weniger bekannt und touristisch kaum erschlossen. Afrikanische Traditionen vermischen sich mit der Welt des Orients, die Sultane des Omans haben den islamischen Glauben in den Archipel gebracht.
Die Swahili Divers haben im Norden der Insel direkt am Meer ein einfaches Strandressort für Taucher errichtet. Das Kervan Saray Beach Resort (Palace of Rest) ist ein herrlicher Ort zum Entspannen, Tauchen und zur Erkundung der Insel. Gleich beim Resort liegt der Ngezi Forest, ein Naturschutzgebiet mit den Überresten des ursprünglichen Urwaldes von Pemba, ein Lebensraum für endemische Tiere und Pflanzen.
Die wenigen Bungalows des Kervan Saray Beach Resorts liegen ein wenig zurück vom Strand in einem Garten, das offene Restaurant ist der Treffpunkt der Taucher und Reisenden aus aller Welt. Die Tauchplätze werden mit dem Fieberglas Zodiak (mit 2 x 100 PS starken Motoren) in 15 – 20 Minuten erreicht.
In der Regel macht man vormittags 2 Tauchgänge, dazwischen gibt es eine Oberflächenpause an einem der zahlreichen weißen Sandstrände (mit Kaffee, Tee, Obst, Keksen, Pfannkuchen oder Nudeln).
Es gibt einige Riffe, die ich durchaus mehrfach betauchen kann. Die Highlights für mich sind Manta Point, Swiss Reef, Rudys Wall, Emilios Passage und End of the World. Die Korallen sind im Topzustand, typische Riffe des Indischen Ozeans, intakte Hartkorallen, selbst auf den Riffdächern. Die Passagen Njao Gap und Fundu Gap versprechen herrliche Strömungstauchgänge. Ab und zu sieht man Mobula Rochen
und auch Makrelenschwärme. Hier begegnen uns am späten Nachmittag sogar 9 stattliche Königsmakrelen (sicher an die 1,5m groß), die an uns vorbeihuschen.
Annemonen sowie Schaukelfische.
Durch Zufall wird ein neuer Tauchplatz entdeckt. Eigentlich sollte uns Kapitän Mohammed für unseren 2. Tauchgang an ein nicht so tiefes Riff absetzen. Irgendwie hat das nicht geklappt, wir stoßen erst in 25m Tiefe auf ein Riff, das Unmengen an Fischen beherbergt. Ein großer Rochen lässt sich durch uns nicht stören und große Schwärme von Blaustreifenschnappern umkreisen die Korallen. Doch wir können nicht
allzu lang bleiben, der Computer mahnt zum Aufstieg.
Am letzten Tag unternehmen wir eine Kajaktour durch die Mangroven. An einigen Stellen wird es richtig eng und für müssen uns flach ins Kajak legen, um unter den
Wurzeln hindurch zu kommen. Die Mangrovenwälder wirken wie ein Zaubergarten, besonders wenn die Sonnenstrahlen durch die Bäume scheinen. Neben einigen Affen beobachten wir zudem Adler und sogar einen Geier.
Wir treffen auf einige Kinder, die in einem fast ausgetrockneten See fischen und werden zaghaft von einigen Mädchen angelächelt, die Muscheln sammeln. „Mzungu“ ist das einzige Swahli Wort, das wir verstehen: es bedeutet soviel wie Fremder oder Weißer.
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